Der greenlimba-Wald

In Sierra Leone / Westafrika entsteht in den kommenden Jahren und Jahrzehnten der greenlimba Regenwald. Die Menschen im siebtärmsten Land der Welt leiden unter der massiven Abholzung ihrer Urwälder in den vergangenen 20 Jahren mit verheerenden Folgen: Der Grundwasserspiegel sinkt, das Klima wird extremer, Buschfeuer bedrohen immer häufiger die Dörfer, der Boden erodiert und die Ernten werden schlechter. Der greenlimba Regenwald hat zum Ziel, diese Entwicklung umzukehren und dabei große Mengen CO2 aus der Atmosphäre zu binden, um so der Klimakrise auf der ganzen Erde entgegenzutreten. Das Weltklima kennt keine Landesgrenzen.

Das Projektgebiet von greenlimba umfasst rund 30.000 Hektar und liegt im abgelegenen Karene Distrikt in der Region Nordwest. Es erstreckt sich grob von der Distrikthauptstadt Kamakwie in nordwestlicher Richtung bis zum Outamba-Nationalpark. Durch die Verbindung einzelner Waldflächen zu Korridoren soll insbesondere der heimischen Tierwelt eine Ausbreitung der verschiedenen Arten wieder möglich gemacht werden. Selbstverständlich pflanzt greenlimba keine Monokulturen, sondern einen Mischwald aus in Westafrika heimischen Bäumen. Biodiversität ist ein zentraler Grundpfosten des Projektes.

Wie geht Nachhaltigkeit?

Um eine nachhaltige Entwicklung und damit eine langfristige Bindung des CO2 sicherzustellen, haben wir das Projekt auf stabile Beine gestellt:

ISO-Norm

Das Projekt wird vom ersten Moment an gemäß der ISO-Norm 14064 geführt und ist damit messbar. Dazu gehört auch ein Risikomanagement.

 

Vertrauen

Das Projekt wird in enger Abstimmung mit den lokalen Entscheidungsträgern entwickelt,
die geschlossen hinter dem Projekt stehen.

 

Kein Land-Grabbing

Das Land bleibt Eigentum der Kleinbauern. Mit jedem Eigentümer wird ein Vertrag abgeschlossen, der die Nutzung der Fläche als Wald festschreibt.

 

Umweltbildung

Für eine nachhaltige Entwicklung braucht es Bildung. Nur wer weiß, warum ein Baum wichtig für ihn selbst ist, wird bereit sein, ihn zu schützen.

Schutz- und Nutzwald

Da die Menschen vor Ort auch von etwas leben müssen, werden immer zwei Bereiche gepflanzt: Ein Schutzwald, der nicht angerührt wird, und ein Nutzwald, der für die Bewirtschaftung durch die Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht.

 

Mischwald

Um einen gesunden Regenwald zu schaffen, braucht es eine gute Mischung aus lokalen Bäumen. Es werden keine Monokulturen gepflanzt.

 

Mit den Menschen

Um die Menschen in den Dörfern einzubinden, findet die Aufzucht der Sämlinge, die Pflanzung und die Hege vor Ort mit lokalen Kräften statt. Das bringt gut bezahlte Arbeitsplätze, weitere finanzielle Zuwendungen für die Communities und Identifikation.

Erfolgreicher Start

Der neue Klimawald von greenlimba wird Wirklichkeit! Im Sommer 2022 sind bereits mehrere tausend Bäume in der Dörfern Kasimbek und Kakissy ausgepflanzt worden.

Beim Auspflanzen der jungen Bäume ist das ganze Dorf auf den Beinen, jung und alt, Frau und Mann. Gemeinschaft ist hier ein wichtiger, viel gepflegter Schatz.

Sorie Dumbuya hat miterlebt, wie die früher waldigen Hügel immer kahler wurden, wie die Landschaft versteppte. Deshalb ist er beim Pflanzen in erster Reihe dabei!

Auch die junge Generation packt mit viel Elan an. Sie haben gelernt, dass ein Wald nicht nur schützt, sondern auch für besseres Mikroklima und bessere landwirtschaftliche Erträge sorgt.

Lars Bessel zusammen mit den zwei wichtigsten Mitarbeitern vor Ort in Sierra Leone: Anthony J. Turay und Saidu Sesay. Vertrauenvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Normen statt Versprechen

Wenn wir im „Sella Limba Chiefdom“ den westafrikanischen Regenwald wiederaufforsten, dann geschieht das einmalig transparent: Statt leerer Versprechen sind unsere Anstrengungen meßbar gemäß der ISO-Norm 14064.

Im Sommer 2022 haben wir mit der Anpflanzung auf den ersten Flächen in Kasimbek und Kakissy begonnen. In der Zukunft werden sich diese einzelnen Waldflächen zu einem „grünen Band“ bis zum Nationalpark verbinden. Die Vorbereitungen dafür hatten bereits im Frühjahr 2021 begonnen.

Unser Aufforstungsprogramm steht dabei nicht im Widerspruch zur Landbevölkerung – wir pflanzen mit den Menschen, nicht gegen sie. Die neuen Wälder sind „Community Forests“, sie bleiben im Besitz der Kleinbauern. Die Menschen vor Ort profitieren zudem von den neuen Wäldern. Zum einen fießt Geld in die Dörfer, zum anderen wird der neue Wald die Lebensbedingungen der Bewohner verbessern, indem er positiv das Mikroklima beeinflusst, den Grundwasserspiegel erhöht, vor Bränden und Erosion schützt und so für bessere Ernten sorgt. Bis zu 20% der neuen Waldfächen sind zudem Nutzwälder mit Cashews, Tamarinden und ähnlichen fruchttragenden Nutzbäumen.

Zwischen der Distrikthauptstadt Kamakwie und dem Outamba-Nationalpark wird so in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nach internationaler Norm (ISO) ein Mischwald aus einheimischen Gehölzen entstehen, der nicht nur schnell klimaschädliche Treibhausgase bindet, sondern auch nachhaltig Arbeitsplätze schafft, somit Fluchtursachen nach Europa bekämpft und Wildtieren wie Affen, exotischen Vögeln und Waldelefanten eine neue Heimat bietet.

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